Entscheidung!

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Beitragvon Lux » 14.09.2010 21:31

Wie würdet ihr euch entscheiden?Rettet ihr eure Mutter oder 10 fremde Menschen?

Die Situation könnt ihr euch vorstellen wie ihr wollt. Entscheidend ist nur das ihr nur eins von beidem retten könnt. Steht die Masse über das Wohl des Einzelnen? Was meint ihr?
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Beitragvon Cyprien » 14.09.2010 21:36

das wohl der masse geht über das wohl des einzelnen.
ich stelle die frage auch ab und an, aber wie folgt: würdest du ein kind erschießen um dafür ein heilmittel gegen krebs oder aids zu kriegen?
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Beitragvon Lux » 14.09.2010 23:03

^^ Nee, die Frage ist konkret "Würdest du deine Mutter oder 10 fremde Menschen retten?"
Und du würdest dich für die 10 fremden entscheiden?
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Beitragvon Kelhim » 15.09.2010 00:28

Sind diese zehn Fremden die Brüder von zehn Militär-Diktatoren, die meiner Familie ein schlimmeres Ende und der Allgemeinheit allgemein Schaden bereiten würden, wenn ich die Fremden zum Tode verurteile? Glückskonto der Allgemeinheit: deutlich im Minus. Geraten die Fremden frei, wenn ich sie verschone, und schaden der Allgemeinheit trotzdem? Glückskonto: deutlich im Minus.

Sind diese zehn Fremden allerdings genau die zehn Genies, die morgen alle Probleme der Welt lösen könnten? Töte ich sie, rutscht das Glückskonto tief in die roten Zahlen. Verschone ich sie, hat die Welt eine Chance auf Utopia, nur mein ganz persönliches Glück ist zerstört.

Ich will mit den zwei Varianten zeigen, dass die Abwägung so einfach nicht ist. Weil nicht jeder Mensch gleich ist - aber das gleiche Recht besitzt.

Diesen Konflikt kann man nicht moralisch konsequent auflösen, wenn man von der Gleichheit zwischen den Menschen (Menschenrechte) ausgeht, wie wir es tun. Jede Entscheidung ist in dieser Situation falsch und richtig.
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Beitragvon Lux » 15.09.2010 01:05

Ich würde natürlich erst einmal versuchen alle zu retten. Aber, wenn ich mich wirklich entscheiden müsste, würde ich meine Mutter retten.

Es ist schließlich nicht gesagt das die 10 Fremden lieb und nett sind.
Es könnten auch 10 Profikiller sein. Oder 10 Topterroristen. Und das ist wieder eine Relation..... (Kopf schüttel)
Wenn ich nicht weiß wen oder was ich da rette, rette ich lieber meine Mutter. Da weiß ich woran ich bin.

Und wenn die Kinder der anderen 10 nicht zugegen sind, dann ist das Pech und meine Mutter hat eben Glück. So ist das Leben. Die einen gewinnen und die anderen verlieren.
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Beitragvon Raku » 15.09.2010 07:43

Blut ist dicker als Wasser...
Ich würde tatsächlich direkt meine Mutter retten, und dann
wenn es noch geht würde ich versuchen die anderen zu retten.
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Beitragvon Phantom » 15.09.2010 14:22

Ich würde wohl oder übel meine Mutter nehmen, dies aber sehr sehr wehleidig.
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Beitragvon Cyprien » 15.09.2010 14:28

Kelhim hat geschrieben:Ich will mit den zwei Varianten zeigen, dass die Abwägung so einfach nicht ist. Weil nicht jeder Mensch gleich ist - aber das gleiche Recht besitzt.




wenn jeder mensch das gleiche recht besitzt ist es egal ob es brüder von militärdiktatoren oder genies sind, sie haben schließlich das gleiche recht.

und wenn es fremde sind weisst du nicht was sie beruflich machen also ist es zeitverschwendung das in diese rhetorik mit einzubauen.

und an lux: es gibt keine "so wird das gestellt und basta" version für diese frage.
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Beitragvon *~Momoko~* » 19.09.2010 00:19

Erst einmal würde ich versuchen alle zu retten, sollte das aber nicht gehen, würde ich mich am Ende für meine Mutter entscheiden. Denn die 10 Fremden, kenne ich nicht, aber meine Mutter schon. Ich hätte auch keine Skrupel, wenn ich mich so entscheiden müsste. Wie gesagt ich kenne die Personen ja nicht, anders wäre es eventuell wenn ich sie kennen würde.
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Beitragvon Kelhim » 19.09.2010 09:50

@Cyprien:

Ich habe versucht, mit Nützlichkeit oder mit Glück für die Allgemeinheit zu argumentieren - und da kann man in Lose-Lose-Situationen geraten. Erst recht, wenn man nichts über die Fremden weiß. Hilft also nicht unbedingt weiter, auch wenn es scheinbar objektive Erwägungen sind.

Das Zitat bezieht sich auf unsere Überzeugung, die in den Menschenrechten und in den meisten Verfassungen steht: Alle Menschen sind gleich an Würde und Rechten. Wenn man aber daran glaubt, kann man diese (ziemlich an den Haaren herbeigezogene) Situation nicht moralisch stimmig auflösen, egal wie man sich entscheidet.
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Beitragvon Lux » 19.09.2010 22:31

Kelhim
Das ist ganz schön pauschal. Und wäre ich tatsächlich in dieser Situation, würde ich mich nicht an irgendwelche Gesetze erinnern und daran denken.
Ich würde diese Situation ganz genau so lösen wie ich es gesagt habe, aus genau den Gründen und ich würde im Nachhinein völlig frei von jeglichen moralischen Bedenken sein. Da ich meine Entscheidung nach meiner Moral getroffen habe. Man kann also nicht sagen das es generell moralisch nicht lösbar ist.

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Nein, ich würde kein Kind für ein Heilmittel erschießen.
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Beitragvon Cyprien » 20.09.2010 22:49

das heilmittel war dummerweise im kind, durch eine mutations hätte es im schockmoment seines todes antikörper oder sonstwelchen scheiss freigesetzt um welche krankheit auch immer zu heilen. geht jetzt nicht mehr. die situation ist genauso gestellt wie deine frage, weswegen diese komplette ablehnung der fragestellung ziemlich dürftig ist.

ich deute dieses "alle menschen sind gleich an würde und rechten" dann aber auch so, das jedes leben den gleichen "wert" hat und mache meine gleichungen damit. 10 leben sind auch dann mehr wert als 1 leben, wenn jeder mensch gleich ist.
und für mich ist die frage so wie sie lux gestellt hat so in sich fertig, ich denke mir nichts mehr dazu von wegen terroristen oder genies. es sind 10 menschen, wenn sie sterben gehen 10 leben verloren, es leiden auf jeden fall mehr leute drunter als wenn nur einer stirbt, ob nun meine mutter, ich oder sonst wer.
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Beitragvon Lux » 20.09.2010 23:32

Also wenn dir Frage konkret lautet:
Tötest du ein Kind das ein Heilmittel für die Menschheit in sich trägt, damit man an das Heilmittel kommt...

Dann sag ich auch nein. Kann doch das Kind nix für. ^^ Da muss sich die Menschheit was anderes einfallen lassen. Alles andere wäre nur Blutgeld und wer will das schon?
Ich rette das Kind. Wer weiß. Vielleicht findet es ja eine Möglichkeit das Heilmittel aus sich raus zu holen wenn es erwachsen ist.
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Beitragvon Kelhim » 21.09.2010 13:33

@Cyprien: Ja, eben, deshalb sage ich doch, dass es moralisch nicht aufzulösen ist. Es sei denn, man versteht unter Moral "Blut ist dicker als Wasser" so wie Lux. Ich kritisiere das gar nicht, ich würde das nur nicht moralisch überhöhen.

Und wie die Frage lautete, ist uninteressant, weil diese reine Nützlichkeit ("Lieber stirbt einer als zehn, weil 1 < 10") viele Fragezeichen beinhaltet, ob diese zahn Geretteten am Ende wirklich die glücklichere Wahl waren - sogar noch mehr, wenn man nichts über die Fremden weiß, wie Lux voraussetzt.
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Beitragvon Lux » 21.09.2010 20:20

Das Kind kenn ich auch nicht. Blut ist dicker als Wasser hab nicht ich sondern Raku geschrieben und joah...
^^ Für mich zählt der einzelne und nicht die Masse. Die Masse ist schließlich... na ja lassen wir das. Ich denk da nur an den wütenden Mopp. Nur weil es viele sind, heißt das nicht automatisch das sie recht haben.
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