Was versteht ihr unter Gott?

Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Mina » 31.03.2012 16:10

Also ich soll es begründen? Hm.

Jeder Mensch ist ein Geschenk Gottes, wir jeder bestimmt weiß(oder diejenigen die Gläubisch sind). Und wenn jemand stirbt, dann mit Plan.
Also wie soll ich das erklären. Meine Eltern reden wirklich oft über solche Dinge, natürlich alles auf Türkisch. Und da hatte mir mein Vater gesagt, dass jeder Mensch
schon in der Zukunft seinen bestimmten Tod erhalten wird und das es Gott alleine entscheidet wann und wie der Mensch stirbt. Nun, was den Tod anbelangt, sollte man sich schon
dafür fürchten, denn es wird nicht zu Ende sein, wie viele Ateisten denken. es gibt ein Jenseits und Diesseits. Und wenn man Tod ist, wird die Seele von Gabriel dem Todesengel (wobei es auch Rafael und Uriel gibt), dorthin geführt. Und dann wird von Gott oder seinem Stellvertretern(das weiß ich nicht so genau :o) verurteilt, wie gut der Mensch war oder schlecht. In meinem Glauben sind Schwule und Lesbische Menschen der Hölle verurteilt, jedoch bin ich eher neutral gestimmt, wenn ich sowelche Menschen begegne. Meinen Eltern jedoch ist es so, dass sie diese Menschen nicht verstehen und auch nicht mögen wollen. :x
Ja, dann wird halt von den Engeln(die auf der rechten und linken Schultern waren/Lebenlang) gesagt, ob er gebet hat und ob er armen Menschen geholfen hat. Diese Dinge halt.
Und wenn derjenige so gut war, wie in meinem Glauben das Geschenk über alles wäre, kommt er ins Paradies, wo man nichts begehren muss, da man alles bekommt, was man will. Und derjenige der sehr böse zu anderen Menschen war und der sogar getötet hat(aus Lust oder so..) ist für die Hölle bestimmt, dort gibt es 7 Reiche, wo man verschiedenen Qualen ausgesetzt wird. Natürlich ist das Feuer dort immer vorhanden. In meiner Phantasie müsste es ein rieser Graben sein, wo dort das schlimmste Feuer es geben sollte, dort sein müsste.

Das wurde jetzt viel, doch ich kann wirklich viel darüber reden, was das GLauben betrifft, denn ich habe seit paar ein Tagen ein Buch angefangen, dass meine Religion ausführlicher darstellt und auch auf deutsch ist, was mir vieles vereinfacht, da ich die deutsche Sprache deutlich besser verstehe als meine Muttersprache (da spielt die Erziehung halt eine große Rolle).
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Cyprien » 31.03.2012 17:32

Im Islam gibts auch die sieben Kreise der Hölle? Das ist ja mal interessant.

Was muss man denn machen um in die Hölle zu kommen? Wenn einfach nur schwul oder lesbisch sein schon ausreicht, wofür man ja nichts kann, dass ist schließlich keine Entscheidung die man einfach trifft, dann ist ja schon ein wenig unausgeglichen und nicht wirklich machbar ins Paradies zu kommen. Laut den meisten Geistlichen ist ja zum Beispiel auch Masturbation eine Sünde die einen die ewige Verdammnis einbringen kann und ich habe so meine Zweifel, dass es jemanden gibt der sich noch nie selbst befriedigt hat.
Vor allem die Zölibatisten in Klostern. Und jeder Mensch ist mal Gierig, Wollüstig, Faul, Zornig, Neidisch, Hochmütig oder Maßloß. Im Paradies ist man bestimmt sehr einsam.
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Kelhim » 31.03.2012 18:23

Da vermischen sich zwei Ideen, die mir unvereinbar erscheinen. 1) Gott bestimmt schon vorher, wie jemand stirbt (im Christentum nennt man das Prädestination = Vorherbestimmung), aber 2) Gott beurteilt nach dem Tod, ob jemand gut oder schlecht war. Die Notenvergabe kann er sich ja eigentlich sparen, wenn er das Schicksal vorher selbst festgelegt hat. ;) Oder er gibt den Menschen etwas Zeit, sich zu bessern, und wenn die vorbei ist, bestimmt er den Tod und zählt erst dann die Punkte, aber auch dann hat er den Daumen ja eigentlich schon mit dem Todesurteil gesenkt, oder? Also beides passt schwer zusammen.

Zu der Frage, ob sich Menschen vom Glauben abwenden, wenn etwas Schlimmes passiert ... kommt drauf an, was man glaubt. Es gab innerhalb des Christentums immer verschiedene Strömungen, auch was das Schicksal betrifft. 1) Wenn man glaubt, dass Gott das Drehbuch längst geschrieben hat und alles darin einen Sinn hat, dann darf man natürlich auch nicht den Tod infrage stellen, weil er langfristig zu etwas Gutem führen kann, das man selbst gerade nicht erkennt. - 2) Auch wenn man glaubt, dass man sein Schicksal in der eigenen Hand hat, weil Gott uns vertraut (und dann eben beim Jüngsten Gericht seine Bilanz zieht, ob sein Vertrauen gerechtfertigt war), dann darf man genauso wenig vom Glauben abfallen, weil Gott mit dem Tod ja offensichtlich nichts zu tun hatte. - 3) Und wenn man zwar an die Freiheit der eigenen Entscheidung glaubt, aber zugleich an ein göttliches "Sicherheitsnetz", das zumindest vor einem unverdienten Tod schützt, fällt man natürlich zurecht vom Glauben ab, weil der Schutz eines frommen Menschen nicht gewährt wurde. Altbundeskanzler Helmut Schmidt war z.B. vom Glauben erschüttert, weil das Verbrechen des Holocausts so gewaltig war, dass er nicht akzeptieren wollte, dass Gott so etwas zuließ.

Eigentlich ist das eine neue Form einer ganz alten Frage, nämlich welche Rolle das Böse in der Welt spielt. In der Spätantike waren viele Manichäer unterwegs, die die Welt als Kampfplatz zwischen dem Guten und dem Bösen verstanden - so gesehen ist für das Böse wie den Tod von Unschuldigen nicht Gott verantwortlich, sondern Dämonen, und dagegen muss man mit einem guten Leben ankämpfen. In gewisser Weise steht das Misstrauen der Menschen in der Frühen Neuzeit nach 1500 gegen die korrupten Machtpolitiker der Kirche in dieser manichäischen Tradition, weil viele Menschen der Ansicht waren, die Welt sei gerade deshalb so schlecht, weil die Kirche ihren Job nicht richtig machte und das Böse deshalb erstarkte. Das waren nicht unbedingt die Vorboten der Aufklärung, wie manche diese Kirchenkritik gerne aus heutiger moderner Perspektive deuten wollen, sondern eher Konservative, die gegen die Verlotterung waren. Parallel zum Manichäismus hielt sich in der Spätantike aber auch die eher elitäre Meinung, dass man mit Vernunft zum Guten gelangen konnte und das Böse eben das Gegenteil davon war - keine handfesten Dämonen, sondern letztlich schlechte Politik ohne ein göttliches Sicherheitsnetz für die Unschuldigen.

Die Frage, was das Böse ist und wie man es vermeidet, beantworteten schon die Denker der Antike sehr unterschiedlich (Licht/Finsternis-Kämpfe VS. menschliche Vernunft ... extremer kann man sich kaum unterscheiden), und die konnten alle problemlos Christen sein.

Es stimmt einfach nicht, dass religiöse Menschen immer nur wie blöd die Heiligen Schriften wörtlich genommen hätten (nicht einmal im "dunklen" Mittelalter) und das eigenständige Denken an den Nagel gehängt hätten. Und darum springe ich, wenn ich beißend spöttische, fundamentale Religionskritik lese, immer wie ein Flummi hin und her, weil auch innerhalb des Christentums zu jeder Zeit die verschiedensten Strömungen miteinander diskutierten und konkurrierten. Gut, ziemlich oft hat man Andersdenkende auch getötet und ausgeräuchert, aber das war eben die Zeit, das kann man der Religion nicht vorwerfen. :mrgreen:

Wie immer sage ich dazu, dass ich nicht religiös bin. ^^
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Cyprien » 01.04.2012 00:16

Ja, es gab immer verschiedene Strömungen, aber innerhalb dieser Strömungen wurde blinder Gehorsam gefordert. Nicht immer, aber doch im Großteil der Fälle. Aber das ist eigentlich egal, weil es trotzdem nicht erklärt, warum manchmal Leute vom Glauben abfallen.

Die Debatte von wegen Gut und Böse und warum Gott das zulässt ist auch müßig. Die einen sagen, damit es Gutes geben kann muss es auch das Böse geben, die Anderen argumentieren mit dem Verführer, also dem Teufel, der bockig ist und darum die Menschheit verdirbt. Beides ist schwierig zu glauben und wird meist nur mit Selbsttäuschung erklärt. Wieso zum Beispiel, muss der omnipotente und omnipräsente Gott unbedingt gegen den Teufel kämpfen und löst ihn nicht einfach in wohlgefallen auf? Weil es halt so ist und er Pläne hat. Genausogut könnte man fragen, warum der gütige und jeden liebende Gott unbedingt eine Hölle brauch um Leute zu bestrafen und nicht einfach gütig ist und seine Pläne so umschreibt, dass keiner mehr Mist baut. Allerdings wäre das Leben dann verdammt öde und ich arbeitslos, also hab ich daran kein Interesse.

Ich persönlich bin sowieso der Meinung, dass es gut und böse nicht gibt. Meistens sind es nur verschiedene Blickwinkel, Referenzrahmen und Ansichten.


EDIT: Warum Gott Völkermord und Chaos zulässt.
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Lux » 02.04.2012 04:22

@LadyManga
Das hat jetzt leider nicht erklärt warum oder warum keiner vom Glauben abfällt, wenn etwas
Schlimmes passiert aber trotzdem vielen Dank für die Erklärung und die kleinen Einblicke
in deinen Glauben ^^ War sehr interessant.

@Cyprien
xD xD

@Kelhim
Ich geh mit bei der Sache das es drauf an kommt was man glaubt.
Also die Frage ob es das überhaupt gibt, scheint geklärt mit deinem Beispiel Helmut Schmidt.
Er hat es offenbar getan. Aus reiner Enttäuschung über dieses Unglück.
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Cyprien » 02.04.2012 17:43

wann hat helmut das eigentlich gesagt?
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Mina » 02.04.2012 21:51

Bitte Bitte ^^
Also ich weiß auch nicht 'alles' über meinem Glauben, da ich mich persöhnlich garnicht damit beschäftige ...
Vieles ist zu vervirrend und auch erschreckend... da gab es mal ein Video, dass begründete das ein Engel(den Namen habe ich vergessen),
das der in Lichtgeschwindigkeit durch das UNiversum fliegt, sodass in der ERde gerade mal 2-3 Tage vergehen, und das i-wo im Universum Gott sei, dass stehe
im Koren, sagte mir das Video. Ich glaube ich könnte es euch zeugen, jedoch ist es in türkisch daher für euch nicht verständlich. :x

Das mit Herr Schmidt ist mir neu ...
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Cyprien » 02.04.2012 21:56

ich wär dir leicht dankbar (ungefähr so |----------| viel) wenn du mir kurz meine frage beantworten würdest, was man tun muss um in die hölle zu kommen.
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Lux » 02.04.2012 23:08

Das interessiert mich auch.
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Kelhim » 03.04.2012 11:38

@Cyprien: Das habe ich aus einem TV-Porträt vor einigen Jahren. Ich erinnere mich jedenfalls an die Szene in der Kirche aus rotem Backstein, in der er saß, und der Erzähler oder er selber sagten das dann ... Hier wird seine Position anhand seiner Bücher gut zusammengefasst, es passt auch gut zum Thema:

In Krieg und Untergang des Nazireichs hatte er den „Zusammenbruch aller Moral“ erlebt und „allzu idealistisch“ seine Hoffnung darauf gesetzt, dass sich die „Bestie Mensch durch Religion zähmen“ lasse. Wenn aber nichts ohne den Willen Gottes geschehe, so habe der Gott des Christentums mit der Zulassung von Auschwitz seine Allmacht eingebüßt. In der Schmidt’schen Sicht sind die Nazivernichtungskriege und Konzentrationslager Bankrotterklärungen eines ohnmächtigen Gottes, dessen wunderwirkender Sohn Jesus Christus mit Jungfrauengeburt, leerem Auferstehungsgrab und Himmelfahrt für ihn „lediglich seltsame Geschichten“ seien: „Ich konnte nicht glauben, dass Gott seinen Sohn auf die Erde geschickt hat, um ihn dort kreuzigen zu lassen und am Ende in den Himmel aufzunehmen.“ Immer habe er in den Kirchen der wunderbaren Kirchenmusik gelauscht, aber zu beten blieb ihm „fremd“. Alle Religionen entstammten nach Schmidts Meinung dem „Bedürfnis des Menschen nach Orientierung an einer höheren Wahrheit“ und seien im Kant’schen Imperativ verwurzelt; in Schmidt’scher Diktion: „Was Du nicht willst, dass man Dir tu’, das füg’ auch keinem Andern zu.“ Der pluralistische Staat mit seiner offenen Gesellschaft und deren „Dilemmata zwischen Freiheit und Ordnung“ basiere in Deutschland auf einem Grundgesetz, das kein „voll durchgestaltetes, ganz eindeutig klares Menschenbild“ vorgebe. Er, Schmidt, nenne sich allein deshalb „immer noch einen Christen und bleibe in der Kirche, weil sie Gegengewichte setzt gegen moralischen Verfall in unserer Gesellschaft und weil sie Halt bietet“. Schmidt zitiert Thomas von Aquin und führt aus, das Christentum postuliere die „drei religiösen Tugenden: Glaube, Liebe und Hoffnung“ und „daneben“ als „vier Kardinaltugenden“ die Klugheit, Mäßigung, Gerechtigkeit und Standfestigkeit oder Zivilcourage. Aber „keiner der christlichen Tugendkataloge“ enthalte „Achtung und Respekt vor der Würde der einzelnen Person“. „Dagegen“ habe das Grundgesetz die „Würde des Menschen“ zum „Grundstein unseres Staates“ erhoben.

Quelle: theeuropean.de | Die Bekenntnisse des Helmut Schmidt - Religion in der Verantwortung
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Lux » 03.04.2012 16:25

Bitte das nächste Mal einen Absatz dazwischen. So ist es wirklich schwer zu lesen.

So wie ich das aus dem Text lese, war Schmidt von Anfang an nicht wirklich gläubig, weil er nie gebetet hat.
Er ehrt die Grundfeste, was ich auch tue, aber er hat die Geschichten nicht geglaubt. Was ich auch nicht tu.
Kann man das gläubig nennen? Zählt das?
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Cyprien » 04.04.2012 16:56

solange er an gott glaubt ja. man muss nicht beten um gläubig zu sein oder die geschichten von jonas, onan und wie sie alle heißen glauben. nur daran, dass jemand oder etwas da ist, der einen plan hat.
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Lux » 04.04.2012 18:37

Nun, dann würde ich sagen, ich bin auch gläubig ^^
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Cyprien » 04.04.2012 19:18

gläubig sein, heißt schließlich nicht christ sein. es gibt sogar leute, die gehen soweit, dass sie sagen auch atheisten mit ihrer sturen und oftmals fanatischen überzeugung, dass da eben nichts ist, wären gläubig.
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Mina » 20.04.2012 21:03

lol xD
Also wenn man in Hölle kommen muss, gibts folgende Punkte die man beachten muss:

- wenn man einen Menschen tötet, ist es als würde man Tausende von Menschen umbringen

- wenn man nicht betet(5x am Tag) und dadurch Gottes Befehle nicht gehorcht

- wenn man nicht fastet

- wenn man nicht das Koran gelesen hat(da bin ich mir jedoch nicht ganz sicher)

- wenn man Drogen nimmt, Alkohol trinkt (Zigaretten auch, aber das glauben viele nicht)

- wenn man nichts teilt, sprich wenn man reich ist und alles für sich beanspruchen will und den armen Menschen nichts gibt

Naja es gibt echt viele Punkte, jedoch waren diese 6 die wichtigsten Punkte.
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Cyprien » 20.04.2012 21:30

oh gott, die hölle wird sowas von voll sein. ich kenne keinen moslem der nicht gegen mindestens einen der punkte verstößt. allerdings sind alle moslems die ich kenne soldaten, da ist das vielleicht zu erwarten.
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Lux » 22.04.2012 11:27

Bloß gut, in meinem Glauben gibts keine Hölle. Ein Glück \o/
LadyManga hat geschrieben:- wenn man Drogen nimmt, Alkohol trinkt (Zigaretten auch, aber das glauben viele nicht)

Kann man sich das eigentlich aussuchen was man glaubt und was nicht?
Ist das dann nicht auch verboten?
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Kelhim » 22.04.2012 20:42

Es gibt ja mehrere Strömungen, sowohl im Christentum als auch im Islam. Die nehmen die jeweilige Heilige Schrift und sagen: "Ey, die Stelle hier im Text haben wir bisher vollkommen falsch verstanden, eigentlich meint die Folgendes ...!", und schon hat man eine neue Strömung.

Weil diese Heiligen Schriften nicht von einem einzigen Autor in einer bestimmten Zeit geschrieben wurden, sondern über lange Zeit nur mündlich erzählt und dann irgendwann mal aufgeschrieben und zusammengetragen wurden, und weil diese Geschichten oft auf noch älteren Geschichten aus vergangenen Kulturen basieren ... muss man diese Knäuel ja auch entwirren, also interpretieren. Und sobald man irgendwo das große Interpretieren anfängt, kursieren bald verschiedene Versionen.

Beim Islam unterscheiden sich die Strömungen meines Wissens in der Frage, welcher ihrer Stammväter der echte Nachfolger des Propheten Mohammed ist - und wenn man einmal ein paar Jahrhunderte im Clinch liegt, entwickeln sich diese Strömungen auch in anderen Detailfragen in verschiedene Richtungen.

Tabak kam erst nach der Entdeckung Amerikas 1492 nach Europa und in den Orient, darum kann der Koran schwerlich den Tabakkonsum verbieten. :razz: Aber eine Haltung kann man vielleicht im Vergleich zu anderen Drogen wie eben Alkohol heraus ... ja ... interpretieren. Wer recht hat, wird sich also allenfalls nach dem Tod herausstellen. ^^
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Cyprien » 26.04.2012 21:18

Kelhim hat geschrieben:Weil diese Heiligen Schriften nicht von einem einzigen Autor in einer bestimmten Zeit geschrieben wurden, sondern über lange Zeit nur mündlich erzählt und dann irgendwann mal aufgeschrieben und zusammengetragen wurden


und vor allem weil sie hauptsächlich von hauptberuflichen ziegenwirten stammen.



ich bin ja dafür, dass man mit der ständigen interpretation aufhört und einfach die ganzen schriften wörtlich nimmt. alles ganz genau so wie es da steht, keinerlei eigeninitiative oder interpretation. dann wäre alles interessanter.
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Lux » 27.04.2012 01:39

Das wäre allerdings spannend. Vor allem, wenn sie dafür haftbar wären ^_^
Wie lange es die Religionen dann wohl noch geben würde?
So ohne Ausreden, basierend auf *~~Interpretation~~* "So-hab-ich-das-ja-gar-nicht-gemeint~
Und-des-is-doch-schon-alt~ "
Wenn jeder mal richtig zuhören müsste und keiner nur einfach irgendwas von sich geben könnte.
Das wäre klasse.
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Cyprien » 27.04.2012 11:56

Nicht jeder, nur die Religionen.
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Kelhim » 27.04.2012 19:21

So war das nicht gemeint ... xD Quellen zu interpretieren ist keine Ausrede, sondern die einzige sinnvolle Möglichkeit, überhaupt Religion zu betreiben. Indem man sich die Quellen irgendwann noch einmal kritisch anschaut und sich fragt: "Was hiervon sind historische Verzerrungen, und was ist der religiöse Kern = die Message dahinter?".

Wer sollte in tausend Jahren unsere heutige Zeit vollkommen verstehen, ohne unsere digitalen Quellen studieren zu können? Genauso versteht man eben mündliche Gesellschaften nicht vollkommen, ohne ihre mündliche Tradition zu kennen. Die kennt man aber nicht immer und je weniger, desto länger die Zeit zurückliegt - weil die Menschen einfach alle tot sind, die sie kannten. Diesen Mangel kann man nur wissenschaftlich ausgleichen, dazu gehört eben unter anderem die Textinterpretation. Heute haben wir so einen wissenschaftlichen Apparat. In Antike und Mittelalter hatten es die christlichen und islamischen Gelehrten naturbedingt etwas schwieriger - außerdem war Religion nicht bloß Untersuchungsobjekt, sondern auch das politische Subjekt, das dich für eine missliebige Theorie aus dem Weg räumte.
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Cyprien » 27.04.2012 21:02

Diese veralteten Texte uralter Ziegenhirten und Bauern wurden IMMER schon interpretiert und gedeutet wie man wollte, dass ist kein neues Phänomen, welches uns durch den wissenschaftlichen Apparat geschenkt wurde. Das ist einfach die Natur der Sache. Einst, als die Texte ganz neu waren und die Schreiber noch auf dieser unserer Erde wandelten, da konnte man die ja noch fragen, wie sie dieses und jenes gemeint haben, aber eben auch da, musste man bereits fragen wie SIE etwas meinen. Weil die Affen nicht etwas allgemeingültiges geschrieben haben (bis auf die 10 Gebote, aber die sind ja eh was modernes) sondern nur so einen metapher geladenen Rotz.
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Lux » 27.04.2012 23:10

Neue Frage!

Warum werden Religionen und ihre Fanartikel nicht, für die heutige moralisch-weiterentwickelte Gesellschaft, überarbeitet?

Bsp. 74 Jungfrauen nach dem Tode
Tötet die Ungläubigen
Alle Raucher kommen in die Hölle
Niemals Technik in dein Haus, bleib ein Höhlenmensch
So gemischt was mir grade einfällt an Religionen etc. Ladymanga meinte, das an dieses und jenes nicht so geglaubt wird,
klingt für mich nach Reformbedarf.
Warum wird das nicht gemacht? Oder ist so etwas in Planung?
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Re: Was versteht ihr unter Gott?

Beitragvon Cyprien » 28.04.2012 10:02

weil man religionen nicht reformt. man kann nicht plötzlich sagen, dass die regeln die vor 2000 jahren von einem tischler und seinen 13 bückstücken aufgestellt wurden plötzlich anders lauten. klar, der papst kann sagen "leute, gott hat mir eine sms geschickt, homos sind eigentlich doch ganz okay, die können gut backen" so wie er auch gesagt hat "wisst ihr was, das fegefeuer, das brauch doch eigentlich keiner. ich habs weg gemacht."
Aber er wird es nicht tun. Weil es sowieso schon genug Zwist und Zank um die Interpretationen und Ansichten gibt, da kann dann nicht auch noch plötzlich einer ankommen und sagen, dass die Hälfte der Regeln nicht mehr Zeitgemäß ist. Es geht nämlich nicht um Zeitgemäßes Denken in der Religion, es geht darum, ein Machtinstrument zu haben und dazu braucht man die Regeln und zwar feste, in Stahl gegossene und nicht welche aus Gummi die verändert werden wie man es gerade brauch.
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